Grundkurs Fotografie: einfache Tipps für professionelle und wirkungsvolle Bilder

„Oje, was habe ich da wieder fotografiert“ oder „Hilfe, wer war das noch gleich auf dem Foto?“ sind Gedanken, die einem oft durch den Kopf gehen, wenn man sich die Bilder vom letzten Ausflug, Urlaub oder der vergangenen Party anschaut. Gerade Hobby-Fotografen kennen das Problem. Dabei fehlen ihnen oft nur ein paar Tricks und Handgriffe. Wir haben euch einige einfache Tipps zusammengestellt, die eure Bilder in Zukunft professioneller und wirkungsvoller aussehen lassen – mit wenig Aufwand und ohne zusätzliche Technik.

02 Dienstag Fotoshooting -

  1. Bevor ihr auf den Auslöser drückt, überlegt euch kurz, wie das Bild später aussehen soll. Normalerweise hat ein ideales Bild ein Hauptmotiv und eventuell einige Nebenmotive. Stellt sicher, dass Personen oder Gegestände, die ihr nicht im Bild haben möchtet, auch tatsächlich nicht vor die Linse kommen.
  2. Kennt ihr den Goldenen Schnitt? Er ist das älteste Gestaltungsmittel der Kunst und hilft ein Bild zu schaffen, dass für den Betrachter harmonisch wirkt. Das Bild wird gedanklich durch horizontale und vertikale Linien geteilt. Ihr habt dann neun kleine Felder, die aufgebaut sind wie ein Schachbrett. Dies hilft euch zu entscheiden, wie ihr das Motiv positioniert. Die Motive positioniert ihr am besten auf den Schnittpunkten dieser Linien. Fotografie
  1. Achtet darauf, wo ihr das Hauptmotiv des Fotos platziert. Es sollte auch die wichtigste Rolle in der Komposition des Bildes spielen. Der „Eye-Catcher“ eures Bildes muss aber nicht zwangsläufig in der Mitte des Bildes liegen, wichtig ist nur, dass keines der Nebenmotive prominenter ist. Kleiner Tipp: Wenn ihr Landschaften fotografiert, sorgt dafür, dass der Horizont nicht exakt in der Bildmitte liegt, das wirkt langweilig!
  2. Wenn ihr Tiere oder Menschen fotografiert achtet darauf, dass die Figur ganz zu sehen ist. Wenn Arme, Beine oder andere Körperteile abgeschnitten sind, wirkt die Person oder das Tier falsch proportioniert. Wenn ihr dennoch einzelne Körperpartien betonen möchtet, achtet darauf, dass ihr das Motiv an den richtigen Stellen „abschneidet“. Hierbei könnt ihr euch gut an den Bildeinstellungen orientieren, die im Fernsehen verwendet werden. Ihr könnt zum Beispiel die Person, die ihr fotografiert bis knapp über die Knie aufnehmen. Diese Aufnahme ist auch bekannt als „amerikanische“ Perspektive, weil Regisseure in alten Western ihre Cowboy-Darsteller nur bis zum Colt aufgenommen haben. Wenn ihr das Objekt eurer Begierde nur bis zur Hüfte fotografiert, nennt man das klassisch „Halbnahe“. Bei einer detailierten „Großaufnahme“ dürft ihr dann auch gerne ein Stück der Stirn abschneiden um dem Gesicht mehr Charakter zu verleihen und das Foto emotionaler wirken zu lassen. Fotoauswahl
  3. Achtet auf den Hintergrund: Oft befinden sich hier störende Elemente, die das schönste Bild unbrauchbar machen. Wenn eurem besten Freund plötzlich ein Baum aus dem Kopf wächst mag das zwar zuerst lustig erscheinen, mindert aber den Gesamteindruck des Bildes oft enorm.

Konnten euch unsere ersten fünf Tipps ein wenig helfen, eure Foto-Technik zu verbessern? Hoffen wir doch sehr! 😉 Weitere Hinweise und Beispielbilder findet ihr hier.

Wir möchten euch ab sofort regelmäßig Einblicke in die Welt der Fotografie geben. Wenn ihr Tipps zu bestimmten Themen möchtet, sagt uns einfach Bescheid, wir bemühen uns, euch die richtigen Hinweise zu geben!

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